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Recht / Zivilrecht 
Dienstag, 20.07.2021

Grabpflegekosten mindern nicht den Pflichtteilsanspruch

Grabpflegekosten sind im Rahmen der Berechnung des Nachlasswertes für den Pflichtteilsanspruch nicht als Nachlassverbindlichkeiten abzuziehen. Dies gilt nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs auch dann, wenn der Erblasser durch eine Auflage den Erben die Grabpflege übertragen hat (Az. IV ZR 174/20).

Im vorliegenden Fall hatte die im März 2017 verstorbene Erblasserin mittels eines eigenhändigen Testaments mehrere Personen als Erben bestimmt. Unbedacht blieb der Kläger, den die Erblasserin im Jahr 1981 als ehelichen Abkömmling durch Adoption angenommen hatte. Er machte seinen Pflichtteilsanspruch geltend. Die Erben zahlten dem Kläger anhand des Nachlasswertes einen Pflichtteilsbetrag abzüglich der Grabpflegekosten aus. Die Erben waren lt. Testament zur Vornahme der Grabpflege verpflichtet. Mit dem Abzug der Grabpflegekostenabzug vom Nachlasswert war der Kläger nicht einverstanden. Der Bundesgerichtshof entschied zu Gunsten des Klägers.

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Die Fachnachrichten in der Infothek werden Ihnen von der Redaktion Steuern & Recht der DATEV eG zur Verfügung gestellt.




 
 
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