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Steuern / Einkommensteuer 
Mittwoch, 01.09.2021

Steuerliche Erleichterung für Helfende in Impfzentren

Die steuerlichen Erleichterungen gelten nun auch, wenn das Impfzentrum von einem privaten Dienstleister betrieben wird oder die Helfer*innen in den Zentralen Impfzentren und den Kreisimpfzentren über einen privaten Personaldienstleister angestellt sind. Hierauf macht das Finanzministerium Baden-Württemberg aufmerksam.

Bereits im Februar hatten sich die Finanzministerien von Bund und Ländern auf eine steuerliche Entlastung der freiwilligen Helfer*innen in Impfzentren festgelegt. Diese können von der sog. Übungsleiter- oder von der Ehrenamtspauschale profitieren, wonach Vergütungen für bestimmte Tätigkeiten bis zu einem festgelegten Betrag steuerfrei sind.

Nach den steuerlichen Vorschriften ist es für die Übungsleiter- und die Ehrenamtspauschale eigentlich notwendig, dass die freiwillig Tätigen über einen gemeinnützigen oder öffentlichen Arbeitgeber (das Land oder eine Kommune) angestellt sind, damit die Pauschalen greifen können. Jedoch ist die Struktur der in kürzester Zeit eingerichteten Impfzentren sehr unterschiedlich ausgestaltet, nicht alle Impfzentren werden beispielsweise direkt von einer Kommune, dem Land oder einer gemeinnützigen Einrichtung betrieben.

Übersicht

  • Eine Gleichbehandlung aller Freiwilligen erfolgt ausnahmsweise für die Zeiträume 2020 und 2021 unabhängig von der Struktur des Impfzentrums.
  • Nach der Abstimmung zwischen Bund und Ländern gilt für all diejenigen, die direkt an der Impfung beteiligt sind (also in Aufklärungsgesprächen oder beim Impfen selbst) die Übungsleiterpauschale (2020: 2.400 und 2021: 3.000 Euro steuerfrei). Diese Regelung gilt für Einnahmen in den Jahren 2020 und 2021.
  • Wer sich wiederum in der Verwaltung und der Organisation von Impfzentren engagiert, kann die Ehrenamtspauschale (2020: 720 Euro und 2021: 840 Euro steuerfrei) in Anspruch nehmen.
  • Sowohl Übungsleiter- als auch Ehrenamtspauschale greifen nur bei Vergütungen aus nebenberuflichen Tätigkeiten. Dies ist dann der Fall, wenn sie im Jahr nicht mehr als ein Drittel der Arbeitszeit einer vergleichbaren Vollzeitstelle in Anspruch nehmen. Dabei können auch solche Helferinnen und Helfer nebenberuflich tätig sein, die keinen Hauptberuf ausüben (Student*innen, Rentner*innen).
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Die Fachnachrichten in der Infothek werden Ihnen von der Redaktion Steuern & Recht der DATEV eG zur Verfügung gestellt.




 
 
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