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Informationen auf einen Blick
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Vermögensstockspende: Spendenabzug in Folgejahren nur bei rechtzeitiger Feststellung des Spendenvortrags
Eine Vermögensstockspende kann in späteren Veranlagungszeiträumen nur abgezogen werden, wenn das noch nicht verbrauchte Spendenvolumen bereits zum Ende des Zuwendungsjahres gesondert festgestellt wurde. Maßgeblich ist dabei grundsätzlich der Betrag, der im Einkommensteuerbescheid des Zuwendungsjahres als abziehbare Sonderausgabe ausgewiesen ist. Eine eigenständige Prüfung im Feststellungsverfahren findet nicht statt.
mehrFahreridentifizierung auf Messfoto: Urteil darf nicht allein auf „intuitiver“ Wiedererkennung beruhen
Stützt das Tatgericht die Überzeugung von der Fahrereigenschaft eines Betroffenen trotz eines qualitativ eingeschränkt verwertbaren Messfotos und eines nicht eindeutig belastenden Sachverständigengutachtens maßgeblich auf eine „intuitive“ Identifizierung, genügt dies nicht den Anforderungen an eine tragfähige Beweiswürdigung. Weicht das Gericht von der Einschätzung des Sachverständigen ab, muss es dies nachvollziehbar und auf objektive Tatsachen gestützt begründen.
mehrFahrtkosten zur Pflege der Schwiegermutter keine außergewöhnlichen Belastungen
Aufwendungen für Fahrten zur Pflege und Unterstützung eines nahen Angehörigen sind nicht als außergewöhnliche Belastungen abziehbar, wenn sie dem Steuerpflichtigen nicht zwangsläufig entstehen. Die seit 2021 geltende Neuregelung des Pflege-Pauschbetrags ändert nichts an den Voraussetzungen des § 33 EStG; durch die persönliche Pflege veranlasste Aufwendungen werden grundsätzlich durch den Pflege-Pauschbetrag abgegolten.
mehrEilantrag gegen Holzfeuerungsanlagen bleibt erfolglos
Ein Eilantrag eines Anwohners gegen den Betrieb benachbarter Holzfeuerungsanlagen wird abgelehnt, wenn weder eine unzumutbare Immissionsbelastung noch eine besondere Eilbedürftigkeit glaubhaft gemacht wurde.
mehrKeine gesonderte Feststellung bei Unterbeteiligung an GmbH-Anteilen
Für eine Unterbeteiligung an einem Kapitalgesellschaftsanteil – unabhängig davon, ob es sich um eine typische oder atypische Unterbeteiligung handelt – sind die Besteuerungsgrundlagen nicht gesondert und einheitlich festzustellen.
mehrKindesunterhalt bei asymmetrischem Wechselmodell konkretisiert
Auch bei einer Mitbetreuung des Kindes von bis zu etwa 45 % erfüllt der hauptsächlich betreuende Elternteil seine Unterhaltspflicht grundsätzlich durch Pflege und Erziehung. Der andere Elternteil bleibt barunterhaltspflichtig. Der erhöhte Betreuungsanteil ist regelmäßig durch eine Herabgruppierung in der Düsseldorfer Tabelle zu berücksichtigen.
mehrKeine Arbeitsunfähigkeit bei Wegfall von Bereitschaftsdiensten trotz voller Einsatzfähigkeit
Arbeitsunfähigkeit liegt nicht vor, wenn ein Arbeitnehmer seine arbeitsvertraglich geschuldete Tätigkeit vollständig ausüben kann und lediglich einzelne Einsatzmöglichkeiten – etwa Bereitschafts- oder Rufdienste – aus gesundheitlichen Gründen entfallen. Verletztengeld kann jedoch auch ohne Arbeitsunfähigkeit beansprucht werden, wenn der Versicherte infolge einer stationären Heilbehandlungsmaßnahme an der Ausübung einer ganztägigen Erwerbstätigkeit gehindert ist.
mehrSonderausgabenabzug ist um pauschale Beihilfe zu kürzen
Das Finanzgericht Berlin-Brandenburg hat entschieden, dass die erhaltenen Beträge der pauschalen Beihilfe zwar steuerfrei sind, diese jedoch die geltend gemachten Sonderausgaben für Krankenversicherungsbeiträge der gesetzlichen Krankenversicherung mindern.
mehrKlage gegen Rundfunkbeitrag wegen angeblich mangelnder Programmvielfalt erfolglos
Die Erhebung des Rundfunkbeitrags bleibt verfassungsrechtlich gerechtfertigt, solange das Gesamtprogramm der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten die Anforderungen an Vielfalt und Ausgewogenheit nicht gröblich verfehlt. Einzelne als einseitig empfundene Beiträge oder Kritik an der Mittelverwendung stellen die Rechtmäßigkeit der Beitragspflicht grundsätzlich nicht infrage.
mehrMündliche Verhandlung in Sachen Erbschaftsteuer: „Verschonung von Betriebsvermögen“ sowie „Gesetzgebungskompetenzen“
Das Bundesverfassungsgericht verhandelt am 12.10.2026 und am 13.10.2026 mündlich zwei Verfahren zur Erbschaftsteuer.
mehrFerienlager und Feriencamps: Lassen sich die Kosten steuerlich absetzen?
Während der Sommerferien nutzen viele Eltern Ferienlager, Feriencamps oder Betreuungsangebote von Schulen und Vereinen. Doch lassen sich die hierfür entstehenden Kosten steuerlich berücksichtigen?
mehrMüssen Beschäftigte im Urlaub erreichbar sein?
Viele Beschäftigte werfen auch im Urlaub regelmäßig einen Blick aufs Diensthandy oder beantworten berufliche Nachrichten. Doch besteht dazu überhaupt eine Verpflichtung?
mehrDackel frisst Mäuseköder im Gastraum eines Restaurants: kritische Meinung dazu auf Instagram zulässig
Bei kritischen Online-Äußerungen einer Restaurantbesucherin, deren Dackel im Gastraum Gift aus einer Mäuse-Köderbox gefressen hatte, handelt es sich um zulässige Meinungsäußerungen.
mehrEinschränkung der Erstattungsansprüche bei zu Unrecht einbehaltener Lohnsteuer
Wird Lohnsteuer materiell-rechtlich zu Unrecht einbehalten und abgeführt, besteht grundsätzlich kein eigenständiger Erstattungsanspruch des Arbeitnehmers mehr. Aus Vertrauensschutzgründen gilt die bisherige Rechtsprechung jedoch für Erstattungsanträge fort, die bis zur Veröffentlichung des Urteils gestellt wurden.
mehrTierpension oder Tiersitter: Was erkennt das Finanzamt an?
Wer in den Urlaub fährt, muss häufig auch eine Betreuung für Hund oder Katze organisieren. Viele Tierhalter fragen sich deshalb, ob sich die Kosten für eine Tierpension steuerlich berücksichtigen lassen.
mehrWas gilt bei Krankheit im Urlaub?
Die Koffer sind gepackt, der Urlaub hat begonnen – und dann macht ausgerechnet eine Krankheit einen Strich durch die Rechnung. Doch was passiert in diesem Fall mit den Urlaubstagen?
mehrTotalgewinnprognose einer Photovoltaikanlage
Der Bundesfinanzhof hatte im Urteilsfall zu der Frage Stellung genommen, ob der Betrieb einer Photovoltaikanlage mit Gewinnerzielungsabsicht erfolgte und wie die hierfür erforderliche Totalgewinnprognose zu erstellen war.
mehrDigitale Brieftasche soll ab 2. Januar 2027 starten
Die Bundesregierung hält an dem 02.01.2027 als Zieltermin zur Bereitstellung der staatlichen EU Digital Identity Wallet („EUDI-Wallet“) fest.
mehrBafin überwacht künftig KI-Systeme im Finanzsektor
Das Gesetz zur Durchführung der europäischen Verordnung über Künstliche Intelligenz (KI) ist in Kraft getreten. Der Gesetzgeber hat das Mandat der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) erweitert, sodass diese zukünftig überwachen wird, ob die beaufsichtigten Unternehmen die Anforderungen der Verordnung einhalten.
mehrSommerfest des Arbeitgebers: Was gilt steuerlich?
Sommerfeste gehören in vielen Unternehmen inzwischen fest zum Betriebsleben. Sie bieten Gelegenheit zum Austausch mit Kollegen und stärken den Teamgeist. Doch welche lohnsteuerlichen Regeln gelten für die Teilnahme?
mehrDie Fachnachrichten in der Infothek werden Ihnen von der Redaktion Steuern & Recht der DATEV eG zur Verfügung gestellt.