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Recht / Zivilrecht 
Montag, 13.09.2021

Unfall mit Kfz-Schaden: Versicherung muss Transportkosten zur Lackiererei übernehmen

Wenn ein Auto nach einem unverschuldeten Unfall repariert und lackiert werden muss, muss die gegnerische Versicherung die Kosten dafür tragen. Das gilt für Kosten für den Transport zu einer Lackiererei selbst dann, wenn die Markenwerkstatt mit einem „Lackierservice“ wirbt, aber keine eigene Lackiererei hat. So entschied das Amtsgericht Niebüll (Az. 10a C 188/20).

Nach einem Verkehrsunfall war die Haftungsfrage geklärt. Der Geschädigte hatte sein Auto in eine markengebundene Fachwerkstatt gebracht. Diese warb auch mit einem „Lackierservice“, ohne aber eine eigene Lackiererei zu haben. Sie verbrachte das Auto dorthin und stellte die Kosten in Höhe von rund 140 Euro der gegnerischen Versicherung in Rechnung. Diese wollte nur pauschal 80 Euro bezahlen. Sie war der Ansicht, diese Verbringungskosten nicht zahlen zu müssen, da die Werkstatt mit einem Lackierservice warb.

Das Gericht gab dem Geschädigten Recht. Wer bei einem Unfall geschädigt werde, habe Anspruch darauf, dass alle Kosten übernommen werden. Eine eigene Lackiererei sei für ein Autohaus nicht üblich. Daher müssten auch die Kosten für das Lackieren und den Transport übernommen werden. Auch wenn die Werkstatt zu lange braucht oder zu teuer wird, trägt nicht der Geschädigte das Risiko, sondern der Schädiger. Auch die Rechtsanwaltskosten, um den Anspruch geltend zu machen und durchzusetzen, bekomme der Geschädigte ersetzt.

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Die Fachnachrichten in der Infothek werden Ihnen von der Redaktion Steuern & Recht der DATEV eG zur Verfügung gestellt.




 
 
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